Let’s talk about: Matcha

An Matcha kommt man kaum noch vorbei. Und auch ich bin mittlerweile dem Matcha-Hype verfallen. Zeit also, einen genaueren Blick auf Matcha zu werfen. Du erfährst, was guten Matcha ausmacht und welche positiven Auswirkungen er auf deinen Körper und auch deinen Darm haben kann.

Was ist eigentlich Matcha?

Die meisten werden schon mal von Matcha gehört haben. Matcha ist Teepulver. Genauer gesagt: Pulver aus dem Grüntee namens Tencha. Er wird in verschiedenen Qualitätsstufen verkauft und hat je nach Stufe mehr oder weniger gute gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Sehr guten Matcha in Zeremonie-Qualität kann man pur trinken. Aber die meisten kennen ihn wahrscheinlich eher als Matcha-Latte, d.h. in Verbindung mit (pflanzlicher) Milch. Aber er kann auch für Eis, Back- oder Kochrezepte verwendet werden. Ich hab ihn zum Beispiel schon in den Baiser-Bäumchen im Winterrezepte-E-Book verwendet.

Wie wird Matcha zubereitet?

Wie Matcha traditionell zubereitet wird und wie du es dir leichter machen kannst, findest du im Blogbeitrag zum Matcha Latte. Schonmal vorab: Lass dich von den ganzen Hilfsmitteln nicht abschrecken. Es gibt einen weitaus weniger komplizierten Weg, bei dem du nicht noch ein ganzes Matchaset kaufen musst, sondern einfach verwenden kannst, was du eh schon im Haus hast.

Worauf sollte ich bei Matcha achten?

Wo man keine großen Abstriche machen sollte, sind die Qualitätsmerkmale des Matchas. Viele Anbieter haben den großen Trend erkannt und wollen im Matcha-Game mitmischen. Aber nicht überall wo Matcha draufsteht, ist tatsächlich auch guter Matcha drin.

1. Die Herkunft

Der Matcha sollte aus Japan kommen. Denn da wird seit vielen Jahren traditionell Matcha angebaut. Produkte aus China oder anderen Ländern sind in den meisten Fällen qualitativ nicht so gut.

2. Die Farbe

Es gibt 3 verschiedene Qualitätsstufen: 

  • Kulinar: Das ist die geringste Qualitätsstufe. Seine Farbe ist eher ein schmutziges, gelbes Grün. Er sollte besser nicht getrunken, sondern eher für’s Backen genutzt werden.
  • Premium: Er ist etwas bitterer und grün, jedoch nicht hellgrün. Er eignet sich gut für den Einstieg in die Matcha-Welt, weil er nicht so teuer ist. Jedoch kann er vermehrt mit Schwermetallen belastet sein.
  • Zeremonie: Das ist die höchste Qualitätsstufe. Das Pulver ist leuchtend grün und nicht so stark bitter. Er hat den besten Geschmack aller Stufen und enthält auch die größte Menge an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen. Auch hier gibt es preislich große Unterschiede. 

Man kann sagen: Je leuchtend grüner, desto hochwertiger. 

3. Der Preis und die Teesorte

Vielleicht ist dir auch schon im Supermarkt ein Matcha-Pulver in die Hände gefallen. Und das kostete nur einen Bruchteil von anderen Matcha-Pulvern aus dem Internet. Dann solltest du mal einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Denn billige Matcha-Tees sind oft einfach nur Grünteepulver aus Sencha-Tee. Was für den hochwertigen Matcha jedoch benötigt wird, ist reiner Tencha-Tee.

Der Tencha wird 4 Wochen vor der Ernte beschattet. Dadurch werden die Nährstoffe innerhalb der Teepflanze gebündelt und es wird mehr Chlorophyll gebildet. Und genau das sorgt auch für die extrem grüne Farbe. Zudem wird der Geschmack des Matchas dadurch beeinflusst.

Der Anbau und die Herstellung von Matcha ist sehr aufwändig und auch oft in Handarbeit. Deshalb ist es kaum möglich, ein billiges Produkt mit guter Qualität zu finden. Ist der Matcha im Verhältnis sehr günstig, hat er meist eine geringere Qualität 

4. Der Anbau

Beim Matcha werden vermahlene Teeblätter getrunken. Deshalb solltest du unbedingt auf Bio-Qualität achten, um den Einsatz von Pestiziden auszuschließen bzw. zu minimieren. 

5. Der Geschmack

Matcha kann je nach Anbaugebiet und Qualitätsstufe unterschiedlich schmecken. Wonach er weder riechen, noch schmecken sollte, ist Fisch. Ich selbst hab schon die Erfahrung gemacht und mir wurde auch schon oft davon berichtet. Fischig riechender oder schmeckender Matcha ist kein guter. So sollte er niemals riechen! Nein, auch nicht, wenn es “nur” Premiumqualität ist.

Welche positiven Eigenschaften hat Matcha?

Matcha werden viele positive Eigenschaften für die Gesundheit zugeschrieben. Unter anderem auch die Krebsprävention. Ein paar gesundheitliche Vorteile schauen wir uns mal an.

Er macht wach ohne aufzuputschen

Matcha enthält ungefähr genauso viel Koffein wie ein Espresso. Doch es gibt Unterschiede, wie das Koffein in den Getränken vorliegt. Denn Kaffee macht uns schnell wach. Er versetzt den Körper schnell in eine Art Stresszustand, erhöht den Blutzuckerspiegel und lässt uns direkt hellwach da sein. Manchmal führt das sogar zu Kopfschmerzen oder nervösen Angstzuständen. Doch auf das schnelle Hoch folgt auch das heftige Tief. Sobald die Koffeinwirkung nachlässt, fallen viele in ein kleines Loch. Man fühlt sich dann eher wieder antriebslos. 

Beim Matcha ist das Koffein an Gerbstoffe gebunden. Somit wird es vom Körper langsamer aufgenommen. Das heißt, man fühlt sich konzentrierter und wacher, ohne sich aufgeputscht zu fühlen. Und das enorme Tief danach bleibt ebenfalls aus. Denn die Koffein-Wirkung von Matcha hält länger an als bei Kaffee und senkt sich langsamer wieder ab.

Aber nichtsdestotrotz: Aufgrund des enthaltenen Koffeins ist Matcha nichts für Kinder und sollte auch in der Schwangerschaft mit Vorsicht genossen werden.

Kann dich konzentrierter und ausgeglichener machen

Die enthaltene Aminosäure L-Theanin kann die Konzentrationsfähigkeit steigern und wirkt zusätzlich dem Koffein ein wenig entgegen, indem es eine beruhigende Wirkung hat. Es gleicht den Körper somit eher aus. Zudem kann es dabei helfen, die körperlichen Reaktionen von Stress und damit verbundene Angstzustände zu reduzieren. Es führt zusammen mit dem Koffein also eher zu einer ruhigen Fokussiertheit.

Unterstützt deinen Körper mit vielen sekundäre Pflanzenstoffe

Dass grüner Tee als so gesund gilt, liegt unter anderem an der enthaltenen Menge an Antioxidantien. Doch Matcha setzt dem noch einen drauf. Denn eine Tasse Matcha entspricht ca. 10 Tassen gewöhnlichem grünen Tee in Bezug auf den Gehalt an Antioxidantien

Matcha enthält vor allem viele Catechine. Das wirkungsvollste ist EGCG (Epigallocatechingallat). Es wird mit einer enorm entzündungshemmenden Wirkung in Verbindung gebracht, die auch die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen verbessern kann.

Die Menge an enthaltenen Antioxidantien richtet sich übrigens nach der Qualität des Matchas und des Anbaus. Denn nur wenn die Teeblätter vor der Ernte beschattet wurden, haben sie auch einen besonders hohen Antioxidantien-Anteil

Deine Darmflora liebt ihn

Grüner Tee wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern die enthaltenen Polyphenole werden auch von unserer Darmflora geliebt. Vor allem die Bifidobakterien und Laktobazillen werden in ihrem Wachstum gefördert. Gleichzeitig werden z.B. Clostridien in ihrem Wachstum gehemmt. Da es bei Intoleranzen & Reizdarm häufig zu einem Mangel an Bifido- und Laktobazillen kommt und nicht selten zu einer Überbesiedelung mit Clostridien, setzt Matcha hier also direkt an zwei wichtigen Stellen an.

Schwermetalle im Matcha

Matcha kann mit Aluminium und/oder Blei belastet sein. Die Teepflanze nimmt die Stoffe (je nach Anbaugebiet) über den Boden auf. Diese reichern sich dann in der Pflanze an und gelangen somit auch in unseren Matcha-Tee. Deshalb lohnt es sich hier auch, beim Hersteller nach Informationen zur Bodentestung auf Schwermetalle zu suchen oder nachzufragen. 

Aber auch hier kommt es sehr auf die Menge an. Ein Matcha mit ca. 2-3g Pulver pro Tag sollte weniger Probleme machen als 3 Getränke pro Tag.

Wie sollte ich Matcha lagern?

Sobald der Matcha geöffnet ist, sollte er am besten in einem luftdicht verschlossenen Gefäß oder einer Tüte im Kühlschrank gelagert werden. Dort ist es kühl und dunkel. So bleiben die Antioxidantien am ehesten erhalten. Er sollte zudem relativ zügig verbraucht und nicht monatelang gehortet werden. Denn dann kann er ebenfalls positive Inhaltsstoffe verlieren. 

Wo kann ich Matcha kaufen?

Wie du nun weißt, gibt es große Unterschiede in der Matcha-Qualität. Du kannst in Biomärkten Ausschau halten (auf die Zutatenliste schauen!) oder auch in Teeläden. Online hast du die größte Auswahl und kannst dich mehr zum Produkt informieren. Ich würde in den meisten Fällen davon abraten ihn günstig im Supermarkt oder Drogeriemarkt zu kaufen.

Matcha und Intoleranzen & Reizdarm

Bei einer Fructoseintoleranz, Sorbitintoleranz, Zöliakie oder Reizdarm kann Matcha problemlos getrunken werden.

Wer eine Laktoseintoleranz oder eine Milcheiweißunverträglichkeit hat, sollte einfach zu laktosefreier oder pflanzlicher Milch greifen.

Nur bei einer Histaminintoleranz sollte man vorsichtig sein. Grüner Tee wird zwar nicht fermentiert (und enthält somit kaum Histamin), aber das enthaltene Koffein kann die Histaminabbauenden Enzyme hemmen. Um die Verträglichkeit zu steigern, sollte grüner Tee deshalb immer nur kurz ziehen. Das ist so bei einem Matcha natürlich nicht möglich, da das ganze gemahlene Blatt verarbeitet wird. Jedoch stabilisiert das enthaltene EGCG die Mastzellen. Du siehst: Es ist kompliziert. Ich würde dazu raten es vorsichtig und in kleiner Dosierung ausprobieren und nicht mit anderen stark histaminhaltigen Lebensmitteln zu kombinieren

Lust auf einen Matcha Latte?

Willst du jetzt auch einen Matcha Latte ausprobieren? Dann schau dir mein Matcha-Latte-Rezept an. Dort versteckt sich im Milchschaum noch eine kleine Geheimzutat, die deinem Darm ebenfalls zu Gute kommt.

Fructosefreier Matcha Latte im Glas

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Ganzheitliche Ernährungsberaterin & Bloggerin

Hey, ich bin Anja

Ich bin das Gesicht hinter HOL.EAT und helfe als zertifizierte Ernährungs- und Gesundheitsberaterin Menschen mit diffusen Verdauungsbeschwerden, Unverträglichkeiten oder Reizdarm, wieder ein unbeschwertes Leben zu führen.

Ich habe selbst eine Fructose- und Laktoseintoleranz und kenne die Herausforderungen, die Sorgen und vielen Fragen nur zu gut. Ich zeige dir in meinem Coaching, wie du natürlich und ganzheitlich deine Darmgesundheit wieder in die richtigen Bahnen lenken kannst.

Meine Mission ist es, zu zeigen, dass auch eine angepasste Ernährung lecker, bunt und gesund sein kann und dass man sich selten mit dem Satz "Das ist jetzt halt so" abfinden muss.

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